Startseite Projekte Termine Erinnerungsort Kontakt Impressum
© denk-mal-niederrhein 2012
7
Blutbuche als Lebensbegleiterin Text: Gertrud Jansen Ich bin eine alte Brüggenerin (62), und die Blutbuche hat mein Leben in Brüggen begleitet. Sie hat mich als Schulkind mit der Schultüte im April 1955 in die erste Klasse wandern sehen, da die Schule damals noch im heutigen Rathaus war. Beim großen St. Martins-Feuerwerk habe ich mich unter sie zurückgezogen, da ich als Kind furchtbare Angst vor Feuer hatte, aber gleichzeitig fasziniert war, wenn die Feuerräder aus den Bullaugen am Rathaus ihre Funken versprühten. Manchmal klappte es aber mit dem Refugium nicht so ganz, weil dann unter der Blutbuche bengalisches Feuer entzündet wurde, das dem ganzen Platz eine besondere Atmosphäre gab. Dann mussten wir uns mit der Klasse an die damals noch bestehende Mauer drücken. Die Blutbuche hat meine Hochzeit (1973) gesehen und ist auf den Fotos (samt Springbrunnen) festgehalten. Und heute sieht sie mich ab und zu, wenn ich diesen Weg zur Schule wähle (ich bin Lehrerin in Brüggen), während der Woche das Schild "Kirche ist geöffnet" vor die Kirchentür stelle usw. Da ich auch in der Fußgängerzone wohne, ist sie für mich immer selbstverständlich da gewesen und ich kann mir den Platz ohne sie gar nicht vorstellen.
Pflanzort: Familie Kürten/Jansen; Brüggen
zurück zur Karte