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Jüdische Familien in Brüggen Laut Bernhard Röttgen wohnten 1941 drei jüdische Familien in Brüggen: Familie Alex Wolff auf der Hochstraße (damals Adolf-Hitler-Str. 99) Alex Wolff,  geb. 1.8.1880, Viehhändler, am 25.1.1937 wurde jüdischen Viehhändlern die Handelserlaubnis entzogen, 11.12.1941 nach Riga deportiert Seine Frau Julie Wolff geb. Hein, geb.26.2.1886 in Kochen, Arbeiterin, 11.12.1941 nach Riga deportiert Sein Sohn Walter Wolff, wanderte rechtzeitig nach Schottland oder England aus. Sein Sohn Hugo Wolff, wanderte rechtzeitig nach Schottland oder England aus. Familie Albert Braun auf der Marktstraße 55 Albert Braun, geb. 10.3.1880 in Sohren, Kaufmann, 11.12.1941 nach Riga deportiert Seine Frau Erna Braun, geb. Cohn, geb. 10.7.1901 in Myslowitz, Arbeiterin in einer Munitionsfabrik in Dülken, 11.12.1941 nach Riga deportiert Sein Sohn Fritz Braun, geb. 23.6.1932 in Brüggen, 11.12.1941 nach Riga deportiert Seine Tochter Regina Braun, geb. 12.11.1933 in Brüggen, 11.12.1941 nach Riga deportiert (Hangenbruch führt sie als Renate statt Regina) Im Hause Braun war die Synagoge Brüggens. (Eine Gemeinde kann aufgebaut werden, wenn 10 konfirmiert (barmitzwoh) männliche Personen über 13 Jahren vorhanden sind). „Bei der Ausplünderung des Hauses kam die Hitlerjungend in einen Raum, der als Synagoge (Betraum) benutzt wurde. Dort fanden sie die „Thora“ (Gesetzbuch Moses in hebräischer Sprache), eine Buchrolle, die für die vorgeschriebene Papiersammlung verwendet werden sollte. Aber sie merkten wohl, dass es sich um ein ganz besonderes Buch handle. Deshalb wurde es mir zur Aufbewahrung gegeben.“ Röttgen schreibt weiter, dass er die Thora 1946 einer Gemeinde von ca 50 Juden mitgegeben habe, die für 5 Tage im Jugendheim genächtigt hatten. Familie Leo Wolff auf der Klosterstraße Leo Wolff, Mitglied des Kriegervereins, Träger des eisernen Kreuzes 2. Klasse aus dem 1. Weltkrieg, starb in Breyell und wurde in Brüggen begraben. Frau  Wolff starb in Brüggen Seine Tochter Else Wolff, wanderte rechtzeitig nach Schottland oder England aus. Seine Tochter Meta Wolff, wanderte rechtzeitig nach Schottland oder England aus. Sein Sohn Leopold Wolff, wanderte rechtzeitig nach Schottland oder England aus. Am 9. Nov. 1938 wurde „das innere der Häuser zerstört. Man warf große Steine durch die Scheiben; Fenster, Türen und Möbel wurden zerschlagen. (Auch Brüggener waren mit dabei.) (Zitat Röttgen) 1934 gab es laut Röttgen noch weitere 3 jüdische Familien in Brüggen: Familie Hugo Heilbrunn, Familie Max Moses und Familie Emil Rothschild. Quelle: Brüggen gestern und heute Band 3; Röttgen: „Brüggen und Born im Schwalmtal“
Pflanzort: Reinhard G Bienert; Parkfriedhof Duisburg Homberg Hochheide
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